Kann Sport in eine Art Suchtverlagerung rutschen?
Eine wichtige Frage, die wir uns stellen müssen: Wird aus Leidenschaft eine Gefahr? Dieser Artikel beleuchtet, wie Sport zur Suchtverlagerung werden kann, insbesondere im Kontext von Alkoholproblematiken. Seit achtsam auf eurem Weg, und erkennt die Warnzeichen rechtzeitig. Wandern ist toll, aber eben nur solange es nicht zur Flucht wird.

Die Gratwanderung: Sport und Sucht
Sport, insbesondere Ausdauersport wie Wandern, kann unglaublich befreiend und gesund sein. Er kann helfen, Stress abzubauen und ein positives Körpergefühl zu entwickeln. Aber was passiert, wenn Sport zum Zwang wird, zur einzigen Möglichkeit, mit Problemen umzugehen? Die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und Suchtverlagerung ist oft fließend.

Alkohol und die Suche nach Ersatz
Viele Menschen, die mit Alkoholproblemen kämpfen, suchen nach gesünderen Alternativen, um das Verlangen zu stillen und ihr Leben neu zu gestalten. Sport scheint oft die perfekte Lösung zu sein. Er bietet ein ähnliches Gefühl der Euphorie und Ablenkung. Doch Vorsicht: Wird der Sport exzessiv betrieben, um die Leere zu füllen, kann sich eine Suchtverlagerung entwickeln. Es ist wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein und nicht ins nächste extrem zu fallen.
Klar Bewegung ist sehr gut, aber ich beobachte in der Wander Community wie die 30km schnell nicht mehr reichen und es die 55 oder 100 werden, oder wie das Betreben nach besseren Zeiten auf einmal im Vordergrund steht. Nach dem Prinzip höher, schneller ,weiter. Natürlich hat man persönliche Ziele und möchte einfach wissen, wie weit man kommt, wie es sich anfühlt , wenn der Körper über seine Grenzen geht. Aber ist ständig über seine Grenzen gehen noch gesund ? Oder enden wir wieder in der mentalen Sucht ?

Jede Entscheidung liegt bei dir. Ich sage...ein Leben in Maß ist das gesündere.
Auch Menschen , die mal starkes Übergewicht hatten und durch Disziplin und einer Ernährungsumstellung endlich leichter und glücklicher durchs Leben gehen, landen oft in der Sportsucht, vielleicht auch aus Angst wieder im alten Ich zu landen.
Ich selber komme aus der mentalen Alkoholsucht und habe das Wandern für mich entdeckt als ich schon 1 Jahr ohne Alkohol lebte. Ich wollte einfach einen gesünderen Lebensstil verfolgen, weil ich mir über viele viele Jahre nicht gut getan habe. Auch ich habe mich bereits km technisch gesteigert und mein grosses Ziel sind die 100 km dieses Jahr. Dennoch diese Distanz wird meine längste sein und auch bleiben. 24 Stunden ohne Schlaf...mein Limit...denn ich achte sehr auf genügend Schlaf. Alles in meinem Leben geschieht in Maßen...für mich der bessere Weg gesund durchs Leben zu kommen. Denn ich weiß wie dünn der Grad zur Sucht sein kann.
Wie seht ihr das ? Seit ihr vielleicht schon in der Sucht? Oder findet ihr alles normal und besser wie nichts tun? Gibt es Grenzen, gönnt ihr euch Pausen oder fällt das schon schwer?
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