Aileen und Joey Kelly 😉 und wie man beides verbindet

Aileen ist die Motivatorin meiner eigenen Wandergeschichte, ohne sie wäre ich wahrscheinlich garnicht so weit gekommen, warum? Weil ich  garnicht begonnen hätte. Und was Joey Kelly widerrum mit Aileens Geschichte zu tun hat, das lest ihr hier. 😀 viel Spaß 

Wie, wann und wo begann deine Wanderreise?

2004  begann meine Wanderreise auf Umwegen 

Wer mich kennt, weiß das ich ein Fulltime Fangirl bin von der Kelly Family und so meldete ich mich für die Veranstaltung one Day Monday im Jahr 2004 an, eigentlich nur um Joey Kelly zu treffen und ein paar Runden zu laufen. Man konnte pro Runde Armbändchen sammeln ,pro Armband gingen dann 2 Euro an kranke Kinder. Vom Ehrgeiz getrieben schaffte ich dann ganze 12 Runden , unterwegs rannte auch Joey Kelly ein paar Mal an mir vorbei und lobte mich mit aufgezeigten Daumen und freute sich,dass ich dabei war. Am Ende kam er nochmal zu mir und meinte, wir können ja zusammen den Berlin Marathon laufen und ob ich Bock hätte dafür zu trainieren. So kam ich also erstmal ans Laufen...Es sollte auch eine grosse Kampagne geben über Deichmann , aber am Ende hatte das alles nicht so geklappt , ich stand zwar im Trainig, habe aber nie am Marathon teilgenommen. Ich habe dann über die Jahre immer wieder versucht dabei zu bleiben aber wie das Leben so spielt hatte ich dann einen schweren Bandscheibenvorfall und das Thema laufen hatte sich erledigt. 

Vor circa 5 Jahren bin ich dann auf die Mammutmärsche aufmerksam geworden und dachte mir, okay,  wenn das mit dem laufen bzw. rennen nicht sein sollte, dann versuch ich es mal mit dem Wandern. Allerdings gestaltete sich das auch langwierig , ich habe versucht mich zu motivieren,  zu starten...aber irgendwie fand ich das Wandern furchtbar langweilig , ich dachte immer, ich müsse rennen um was zu leisten. 

Aber dann kam der Tag wo ich mich einfach für einen Mammutmarsch in Berlin anmeldete,  wenn ich schon nicht den Marathon geschafft habe, dann möchte ich jetzt und hier in Berlin beim Mammutmarsch durch einen Start und Zielbogen laufen und endlich wissen, wie es sich anfühlt dort durch zu kommen. Damit war endlich der Startschuss gefallen. 

Welcher Moment war der emotionalste bisher?

Der emotionalste Moment war damit tatsächlich der Start und der Zieleinlauf von diesem ersten besagten Mammutmarsch in Berlin. Ich hatte es tatsächlich geschafft, bin einfach los gelaufen und hab es durchgezogen. Man sollte sich nie aufhalten lassen, denn auch Jahre später kann man seine Ziele noch erreichen , wenn man nur daran glaubt. Das berührt mich noch heute. 

Was gibt dir das wandern? Das über Grenzen gehen? 

Das Wandern gibt mir Kraft, Mut und Motivation. Ich habe einfach gelernt, dass viele Dinge , viele Entscheidungen,  viele Schicksalsschläge, vieles im Leben hauptsächlich der Kopf macht. Der Körper muss natürlich  mitspielen, aber am Ende ist der Kopf viel mächtiger wie wir uns oft bewusst sind. Das Wandern tut meinem Kopf und meiner mentalen Gesundheit so so gut und ich bin ganz dankbar, daß ich dieses Wandern am Ende für mich entdeckt habe. Lange Zeit hatte ich ja gedacht , ich müsse rennen um was zu leisten, habe aber festgestellt, dass das wandern mental sehr viel mehr Kraft bedarf als das rennen. 

Wie gehst du mit Schmerz und Tiefpunkten unterwegs um?

Ich kann damit ganz gut umgehen. Mein schlimmstes Erlebnis bisher war beim Mammutmarsch Berlin auf 42 km, als ich bei km 10 bereits Hüft und Rückenschmerzen hatte. Ich sah mich eigentlich schon aufgeben, aber dank meiner mentalen Kraft habe ich dennoch durchgezogen. Es waren dann sehr viel mehr Stunden wie geplant, aber ich hatte es mit meinem Ehrgeiz, der sich dann entwickelt, ins Ziel geschafft. 

Hast du noch Ziele, Routen oder Wünsche? 

Ich habe auf jeden Fall noch Ziele und Routen, die ich gern wandern würde. Ganz tief im Hinterkopf hatte ich irgendwann mal die Idee den Jakobsweg zu wandern. Ich weiß noch nicht wie & wann , aber es steht auf meiner To Do Liste. Ansonsten nehme ich alles mit was geht und versuch das in meinem Wohlfühlrhythmus und Wohlfühlkontingent in meinen Lebensalltag einzubauen und damit auch nicht mehr aufzuhören. 

Deine 3 Tips für Neueinsteiger 

Keine frischen Socken anziehen für den ersten Lauf , die Schuhe sollten unbedingt eingelaufen sein. Und am allerwichtigsten ist das du motiviert und mit Freude da ran gehst.