Mark 

Mark hab ich auf dem letzten Drittel des Abmarsches kennengelernt. Die Hitzeschlacht um den Regionalpark Rhein Main, ein Marsch von 30 km wo ich beinahe nicht angekommen wäre. Mark blieb einfach immer in der Nähe, manchmal tauschten wir ein paar Worte aus, manchmal schwiegen wir einfach nebeneinander.  Ich bin ihm bis heute sehr dankbar, es gab mir ein bisschen Sicherheit und Verständnis.Mark ist auch ein fleißiger Streak Walker und hat meine Fragen so schön beantwortet,  daß ich mich darin wiederfinden kann und ich es als Bereicherung sehe ihn hier zu präsentieren. Lest selber 

Wie bist du ans wandern gekommen und was fasziniert dich daran? 

Wandern war für mich anfangs nichts weiter als ein Zeitvertreib – rausgehen, frische Luft schnappen, den Kopf frei bekommen. Doch mit der Zeit wurde daraus viel mehr. Es ist ein Gefühl von Freiheit, das sich nur schwer beschreiben lässt: Schritt für Schritt entferne ich mich vom Alltag und komme gleichzeitig immer mehr bei mir selbst an. Die Natur hat dabei etwas Ehrliches, Unverstelltes – sie fordert nichts, sie bewertet nicht. Genau das fasziniert mich.

Bist du Genusswanderer oder ist es dein Wunsch sportlich ins Ziel zu kommen?

Ich würde mich selbst irgendwo zwischen Genusswanderer und sportlich ambitioniert einordnen. Klar, ich liebe es, unterwegs die Aussicht zu genießen, innezuhalten und den Moment aufzusaugen. Aber gleichzeitig reizt es mich auch, ein Ziel zu erreichen, vielleicht sogar über mich hinauszuwachsen. Wie z.b mehr oder minder Vorbereitet meinen ersten Mammutmarsch 42 km 2024 in Berlin zu meistern. Es ist diese Mischung aus Entschleunigung und Herausforderung, die das Wandern für mich so besonders macht.

 

So lernte ich auch Sternolino(Sandra) kennen bei der Abmarsch Premiere von Flo, wir kämpften gemeinsam die letzten Kilometer und trotzten der extremen Hitze und motivierten uns gegenseitig.

Was nimmst du dir aus diesen Wanderungen mit ?

Was ich von meinen Wanderungen mitnehme, ist oft mehr als nur schöne Erinnerungen. Es sind kleine Erkenntnisse, neue Perspektiven und manchmal auch einfach nur Ruhe. In einer Welt, die sich immer schneller dreht, sind diese Momente unbezahlbar. Wandern erdet mich – körperlich und mental.

 

Wanderst du lieber alleine oder mit anderen ?

 

Am liebsten bin ich tatsächlich alleine unterwegs. Dann kann ich mein eigenes Tempo gehen, meine Gedanken schweifen lassen und die Natur intensiver wahrnehmen.

Aber auch Wanderungen mit anderen haben ihren Reiz, so erwandere ich mit meinem Wanderbuddy Martin aktuell den ein oder anderen Mammutmarsch. Die gemeinsamen Männerwochenenden in Großstädten von Deutschland sind was ganz besonders für mich– gute Gespräche, gemeinsames Erleben, das verbindet auf eine ganz eigene Weise.

Hast du noch Ziele oder Strecken die du erreichen oder erwandern möchtest? 

Natürlich gibt es noch viele Ziele, die ich erreichen möchte. Neue Strecken, vielleicht auch anspruchsvollere Touren oder besondere Orte, die ich bisher nur von Bildern kenne. Die Liste ist lang – und genau das ist das Schöne daran: Es gibt immer noch etwas zu entdecken.

Auf meiner To Do Liste stehen z.b

- Der Jakobsweg

- Die Highlands in Schottland

- und einen 100 km Mammutmarsch zu finishen.

 

Deine 3 Tips für Neueinsteiger?

 

Für alle, die gerade erst mit dem Wandern anfangen, habe ich drei einfache Tipps:

 

Erstens: Fang klein an. Du musst nicht direkt eine anspruchsvolle Tour machen – wichtig ist, dass du überhaupt losgehst.

Zweitens: Hör auf deinen Körper. Wandern soll gut tun, nicht überfordern. ( Wichtig dennoch an seine Grenzen gehen, es steckt so viel in uns)

Und drittens: Genieße den Weg, nicht nur das Ziel. Oft sind es genau die kleinen Momente unterwegs, die am meisten zählen.

 

Am Ende ist Wandern für mich mehr als Bewegung – es ist ein Gefühl, ein Ausgleich und manchmal sogar ein kleines Abenteuer direkt vor der Haustür.

 

" Geht raus und macht euch auf den Weg, denn dieser ist das Ziel"

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