35 Kilometer. Eine 5-Kilometer-Runde. Siebenmal dasselbe.

Auch ich wollte es einmal wissen:

Schaffe ich 35 Kilometer, wenn meine Hausrunde gerade einmal 5 Kilometer hat?

Die Rechnung ist schnell gemacht:
5 Kilometer × 7 Runden = 35 Kilometer.Klingt erstmal gar nicht so wild.Bis man sich vorstellt, dass man siebenmal an denselben Häusern, denselben Straßen und denselben Ecken vorbeikommt. 😂Kein Wald, kein Berg, kein schöner Aussichtspunkt, kein „Wow, was für eine Landschaft“.Nichts.Nur Straße und Häuser.

Pures Abwandern.

Und genau deshalb wollte ich es ausprobieren.Denn beim Wandern hat man normalerweise ständig irgendeine Ablenkung. Eine schöne Landschaft, einen neuen Weg, einen Anstieg, einen Ausblick oder einfach das Gefühl: Mal sehen, was hinter der nächsten Kurve kommt.Hier wusste ich ganz genau, was hinter der nächsten Kurve kommt.Und auch hinter der nächsten.Und hinter der nächsten…

Und das noch siebenmal. 😅

Das Wetter war dafür perfekt. Sonnig, aber noch nicht zu warm. Gegen 9 Uhr morgens ging es los.Musik auf die Ohren und einfach loslaufen.Natürlich dauerte es nicht lange, bis mein Kopf angefangen hat mitzuwandern.„Oh Gott… hier kommst du jetzt noch sechsmal vorbei.“Danke auch, Gehirn. Genau diese Information hat mir gerade noch gefehlt. 😂Also habe ich versucht, diesen Gedanken nicht weiter zu verfolgen.Statt ständig die noch verbleibenden Runden zu zählen, habe ich mich mit anderen Dingen beschäftigt.Ich dachte über meinen Job nach, über meine Beziehung, über Dinge, die gerade in meinem Leben passieren. Über Menschen. Über Entscheidungen. Über alles Mögliche.Und zwischendurch habe ich auch einfach nur Musik gehört und bin gelaufen.

Das Schöne daran war tatsächlich: Irgendwann muss man nicht mehr ständig überlegen, wie viele Kilometer noch fehlen.Man läuft einfach.Kilometer für Kilometer.Runde für Runde.Nach 15 Kilometern musste ich allerdings kurz nach Hause.Nicht weil ich keine Lust mehr hatte. 😅Meine Blase hatte andere Pläne.Also kurzer Boxenstopp am heimischen Verpflegungsposten.Ein paar Kartoffeln mit Salz gegessen, die Beine für ein paar Minuten hochgelegt und kurz durchschnaufen.Genau dafür war meine Hausrunde natürlich perfekt.Ich musste keinen großen Rucksack mitschleppen und konnte meine komplette Versorgung zu Hause deponieren. Wenn etwas fehlte, war es nur ein kurzer Abstecher nach Hause.Und dann?

Schuhe wieder an und weiter.

Denn 35 Kilometer wollten schließlich vollgemacht werden.Wie ich mich unterwegs versorgt habe und was ich während der 35 Kilometer gegessen und getrunken habe, könnt ihr euch in meinem Ernährungs-Download anschauen ➡️

Und den kleinen Zwischenstopp zu Hause mit Kartoffeln und Beine-hoch gibt es natürlich auch im Instagram-Reel ➡️

Was ich von diesem Experiment mitgenommen habe?Man braucht nicht immer eine spektakuläre Strecke, um eine Herausforderung daraus zu machen.Manchmal ist gerade das Unspektakuläre die Herausforderung.35 Kilometer durch wunderschöne Natur?Gerne.35 Kilometer mit ständig neuen Eindrücken?Auch gerne.Aber 35 Kilometer auf einer Strecke, die man nach der ersten Runde schon auswendig kennt?

Das ist dann doch eine ganz andere Nummer. 😂

Und vielleicht war genau das der interessante Teil daran.Nicht die Strecke musste mich bei Laune halten.Ich musste es selbst tun.Also:

Eine Runde.

Noch eine.

Noch eine.

Und irgendwann waren es tatsächlich 35 Kilometer.

Sieben Runden.

Fertig und mega stolz. Ob ich es wieder machen würde? Nicht unbedingt 😅