Das Abenteuer beginnt – Mein erster Mammutmarsch

Mein erster Mammutmarsch war weit mehr als nur eine Wanderung. Er war der Beginn einer Reise zu mir selbst. Einer Reise, auf der ich lernen durfte, wo meine Grenzen liegen – und dass sie oft viel weiter entfernt sind, als ich jemals geglaubt hätte.

Ich hatte mich für meine Verhältnisse gut vorbereitet. Regelmäßig war ich über Komoot unterwegs, sammelte Kilometer und versuchte, meinen Körper an die Belastung zu gewöhnen. Aus lauter Angst zu versagen, bin ich die 30 Kilometer in Köln sogar schon vorher einmal komplett abgewandert. Es war körperlich die Hölle. Ich war völlig erschöpft. Aber ich wusste danach: Es ist machbar.

Dann kam der große Tag.

Gemeinsam mit vielen anderen standen wir am Start. Es regnete, aber das spielte plötzlich überhaupt keine Rolle mehr. Die Aufregung, das Kribbeln im Bauch und die Vorfreude waren einfach größer. Endlich ging es los.

Für mich sind solche Wanderungen viel mehr als Sport. Sie sind eine mentale Reise. Sie zeigen mir immer wieder, wer ich wirklich bin. Da gibt es Momente voller Adrenalin, Augenblicke mit Tränen in den Augen, Gänsehaut und irgendwann dieses unbeschreibliche Gefühl von Glück und Freiheit. Während ich laufe, ordnen sich Gedanken, Erinnerungen tauchen auf und mein Leben zieht manchmal wie ein Film an mir vorbei.

Damals hatte ich allerdings noch die völlig falschen Schuhe. Durch den Regen waren sie schon nach kurzer Zeit komplett durchnässt. Komfort? Fehlanzeige. Heute kann ich darüber lachen. Damals fühlte es sich einfach nur schrecklich an.

Ich glaube, ab Kilometer 20 begann der eigentliche Kampf.

Die Blasen unter meinen Füßen waren so schlimm, dass ich immer wieder stehen bleiben und mich hinsetzen musste. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass Füße so unfassbar wehtun können. Mein Kopf hatte längst aufgegeben. Immer wieder sagte er: "Hör auf. Es reicht."

Aber mein Wille war stärker.

Damals ahnte ich noch nicht, wie oft ich diesen Willen in den kommenden Jahren brauchen würde. Aufgeben war keine Option. Also stand ich jedes Mal wieder auf und ging weiter. Schritt für Schritt. Kilometer für Kilometer.

Nach 7 Stunden und 15 Minuten erreichte ich endlich das Ziel.

Noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn ich an diesen Moment denke. Ich hatte Tränen in den Augen, konnte mich kaum noch bewegen und war völlig erschöpft. Doch dann bekam ich meine Medaille.

Dieser Augenblick war unbezahlbar.

Noch nie war ich so stolz auf mich. Nicht, weil ich schneller oder besser war als andere. Sondern weil ich mir selbst bewiesen hatte, dass ich viel stärker bin, als ich immer dachte.

Wie ich anschließend überhaupt noch den Shuttlebus zum Parkplatz und schließlich mein Auto erreicht habe? Ehrlich gesagt weiß ich es bis heute nicht. Ich war einfach komplett zerstört.

Aber eines wusste ich ganz genau:

Das war nicht das Ende.

Das war erst der Anfang eines Abenteuers, das mein Leben verändern sollte.

Wenn ihr selbst einmal erleben möchtet, was ein Mammutmarsch mit Körper, Kopf und Herz macht, findet ihr unten meinen Anmeldelink. Vielleicht bucht ihr euren ersten – oder euren nächsten – Mammutmarsch darüber. Damit unterstützt ihr gleichzeitig mich und meine weiteren Abenteuer. Dafür danke ich euch von Herzen.

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