Ja dieses Wochenende hat Kraft gekostet, obwohl ich garnicht gewandert bin. Diese Hitze, die Absage der 100 km und der gesamten Veranstaltung, die 24 Stunden Betreuung meiner Kaninchen daheim. Puh. Viele Gedanken, keine Bewegung und die Frage nach dem wo geht's weiter. In solchen Momenten griff ich früher zum Alkohol, um das erstmal zu übertünchen. Natürlich ist das heutzutage keine Option mehr, aber man muss seine Gefühle und Gedanken aussitzen und das dauert halt. Was hilft mir in solchen Momeneten? Mich immer wieder aus den schlechten Gedankenspiralen zu stoppen, wirklich laut STOP sagen und dann bewusst woanders lang denken oder ablenken. Oft höre ich auch eine gute geführte Meditation über Youtube.
In diesen ,nennen wir es Episoden, vermisse ich oft meine Mutti, einfach mal quatschen können oder den Kopf streicheln lassen, diese Art der Geborgenheit fehlt auch mit 53.
Also wie hole ich mich da raus? Indem ich mir erstmal am Samstag einen 25 km Marsch gebucht habe. Bewegung hilft ja immer und es muss nicht gleich wieder in die vollen gehen. Kopf frei laufen, unter Leuten sein oder Musik auf die Ohren. Ich freue mich. Haltet euch in schwierigen Zeiten immer vor Augen, was ihr trotzdem habt, wer an eurer Seite steht und das alles vorbei geht. Haltet den Schnerz nicht fest, Weg atmen und neue Ziele suchen. Das Gute geht ebenso wie das schlechte. Ohne Hochs keine Tiefs...alles kommt und geht.